Die Lernmotivation Erwachsener

Erwachsenenbildung

Ich wählte das Thema meiner Masterarbeit über virtuelles Lernen in der Erwachsenenbildung: Eine qualitative empirische Studie relevanter Faktoren für die Lernmotivation Erwachsener virtuellen Lernens, und dann kam Corona.

Wer hätte je mit so einer Entwicklung rechnen können.

Mein Warum war, dass ich offenbar die einzige war, die sich für mediengestütztes Lernen nicht nur begeistern konnte und regelmäßig auf Widerstand gestoßen ist. Bestenfalls hörte ich Speaker oder Trainer-Kollegen sagen ‘ach ja, ich finde es ja vielleicht noch ganz interessant, vor allem wegen der vielen Reiserei wäre es natürlich Entlastung, aber das wollen meine KundInnen nicht’.

Nun ist mehr als ein Jahr dramatischer Veränderung vergangen und ich höre noch immer genau diesen Satz. Inzwischen auch noch, ‘naja, jetzt mussten wir halt, aber hoffentlich ist das bald vorbei und wir können wieder weitermachen, wie wir es gewohnt waren’.

Oder ‘ok ich hab das virtuelle jetzt schon schätzen gelernt, jetzt mach ich mein eigenes Ding, bin grad am entwickeln meines ersten eigenen Kurses’ oder so ähnlich.

Hey, Leute, da geht sooo0 viel mehr – ich behaupte, es liegen auch trotz Corona noch 90% ungenutzte Potenziale beim virtuellen Lernen und Kollaborieren völlig ungenutzt brach.

Soll Corona wirklich das einzige Motiv gewesen sein?

Ich hab dreimal so viele Motivatoren als Demotivatoren in den ExpertInnen-Interviews genannt bekommen!

Ja viele sind noch nicht so weit, wie sie gern wären, viele sind manches auch leid inzwischen, zu recht. Aber aufgeben ist nun wirklich die übelste Option, generell.

Es gibt unfassbar viel Potenzial, kaum angerührt, es gibt auch unendlich viel Lernbedarf, und daran klemmt es aus meiner Sicht. Lernbereitschaft, ja Lernbegeisterung, die mir selbstverständlich ist und womit sich so viele so schwer tun. Dann ist da etwas zu heilen und zu befreien, damit es wieder flutscht. Wir sind seit wir Mensch geworden sind Lernende, wir können es uns wahrlich schwerer machen, als es ist. Das können die meisten schon recht gut. Jetzt wird es Zeit, es sich leichter zu machen und wo not-wendig, zu lernen, wie.

In LinkedIn eine der Antworten zu diesem Beitrag:

Meine Erfahrung unterscheidet sich von Ihnen – ich kenne viele KollegInnen – und ich gehöre selbst auch dazu 😉 aus dem Coaching/Beratungsbereich, die die Klaviatur der Online-Formate (häufig als Kombi mit Kurzpräsenzen) virtuos spielen…und auch nach Corona spielen wollen, auch da die Nachfrage der Kunden für mobiles Lernen groß ist.

Ursula Diettrich

‘virtuos’ gefällt mir. 🙂 …und ich behaupte, es liegen immer noch minimum ~90% unberührt brach.

Es gibt noch sooo viel mehr!! Let’s keep learning and win-win-win.

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