Grenzen vs. Bedürfnisse

Es wird immer wieder gesagt, du musst dich abgrenzen können, besser Grenzen setzen.

Ich sag, Grenzen sind keine Lösung sondern Förderer des Problems bzw Konfliktbeschleuniger.

Wenn der Ruf nach Grenzen ertönt, dann immer, wenn es angeblich um verletzte Grenzen geht. Es geht jedoch vielmehr um missachtete Bedürfnisse.

Grenzen sind nur eine Form von Widerstand, darum verletzbar.

Es geht eigentlich dann immer um Bedürfnisse und sich treu bleiben.

Nur aus unterschiedlichen Bedürfnissen können Konflikte eskalieren. Grenzen sind schon eine Eskalationsstufe.

Wenn uns wie in der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg GfK gelingt, gesund mit Bedürfnissen umzugehen, mit Gefühlen auch den Gefühlen und Bedürfnissen anderer Menschen, werden jegliche Konflikte obsolet.

Missbrauch gibt es nur, wenn Bedürfnisse missachtet werden, nicht wollen nicht respektiert wird.

Es werden Grenzen empfohlen und verletzt. Wir verletzen uns selbst wegen der untauglichen Reflexabwehr per Grenzen.

Grenzverletzungen weisen uns auf innere Konflikte hin, die in uns wirken.

Innere Konflikte klären und lösen und wir können frei von Grenzen und Begrenztheit leben und leben lassen.

Unstimmige Bedürfnisse anderer können klar erkannt werden und umgeleitet.

Nur solange innerlich widersprüchliche Bedürfnisse herrschen, können wir uns mit anderen darin verstricken.

Das Bedürfnis nach oder angeblich Fehlen von Grenzen ist nicht relevant, wenn Bedürfnisse erkannt, klar und bewusst sind.

Nur wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse respektiert haben können wir mit denen anderer angemessen umgehen, sie annehmen und erfüllen oder sein lassen.

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