Umgang mit Gefühlen… Wut und Hass

Zum Thema Umgang mit Gefühlen…

Eine Klientin tobt, sie ist auf einem puren Zerstörungs-Tripp, richtet sich auch gegen mich als ihre Mentorin in ihrem Kampfmodus, von blinder Zerstörungswut getrieben. Weiter hinterfragt gibt sie zu, dass sie von Wut und Hass beherrscht ist die meiste Zeit und diese halt unterdrückt, weil sie fürchtet die Selbstbeherrschung zu verlieren.

Sie fragt schließlich Wut und Hass rauslassen ja, wie kann ich das konstruktiv?

  • Körperlich das Adrenalin tatsächlich abreagieren/ausagieren… Ausdauersport, entgiften.
  • Emotional den ‘gewaltigen’ Schmerz dahinter verstehen (Selbst-Empathie), sehen, annehmen, spüren, erlösen.

  • Mental den Error dahinter entdecken/erkennen wie z.B. WAS schone ich in Wahrheit? (nicht wen)… entpersonifizieren – Sachebene. Die wahre Ursache und Dysbalance aufspüren.

Solange wir leiden sitzen wir einem Error auf, einer Täuschung, einer Illusion.

Ent-täuschung ist Erkenntnis, Klarheit, Wahrheit. Wir sind immer mächtig wählen zu können. Das müssen wir allerdings auch WOLLEN.

Hass ist wie ein Strohfeuer – er breitet sich in Windeseile aus und vergiftet alle die mit ihm in Berührung kommen.

Wie entstehen Hassgefühle und wie können sie überwunden werden?

Hass ist ein Gefühl extremer Abneigung und Ablehnung.

Hass entsteht meist aufgrund einer Täuschung, der man glaubt ausgeliefert zu sein und gegen die man glaubt, sich nicht wehren zu können. Man fühlt sich also total hilflos und ohnmächtig und gleichzeitig unfähig damit umzugehen oder angegriffen.

Der Hass ist eine viel stärkere Emotionen als Wut oder Ärger. Richtet sich der Hass gegen einen selbst, dann spricht man von Selbsthass, der stärksten Form der Selbstablehnung.

Der Hass ist die Liebe, an der man gescheitert ist.

Sören Kierkegaard

Wenn wir hassen, dann geben wir uns “gute” Gründe für den Hass. Wir sehen den anderen als eine Bedrohung für uns an. Die Hassgedanken nehmen gewöhnlich sehr viel Raum in unserem Alltag ein. Hass wird immer von dem Wunsch begleitet, dem anderen zu schaden und sich zu rächen. Häufig mündet der Hass deshalb in aggressivem Verhalten. Und Hass macht blind. Wer hasserfüllt ist, der ist gegenüber vernünftigen Argumenten oder positiven Eigenschaften desjenigen, auf den sich der Hass bezieht, blind.

Häufig wird auch nicht mehr unterschieden, an wem sich die Destruktivität entlädt. Oft bekommen genau diejenigen den Hass zu spüren, die sich wohlwollend oder liebevoll der Person zuwenden, die versucht diese Gefühle zu unterdrücken.

Hass ist die Rache des Feiglings dafür, dass er eingeschüchtert ist.

G. B. Shaw

Häufig sind unmäßig empfundene Emotionen, wie rasende Wut, Rage etc. alte, aufgestaute Ladungen – resultierend aus Konflikten bzw. Konflikteskalationen und dem eigenen Unvermögen, gesund damit umgehen zu können.

Ein versagter Selbstschutz lässt das Ego das Ruder übernehmen und es findet eine Art Umpolung statt. Die Klientin drückte sich wie folgt aus: ‘Wenn ich grad ehrlich hinspüre, fühlt es sich für mich total verpolt an – für mich ist das Leben Schmerz, Struggle etc. Rational weiß ich, dem ist nicht so, nur fühlte es sich eben genau so „richtig“ an.’

Die Eskalationsstufen erklären einen destruktiven Prozessverlauf und zeigen Möglichkeiten der Intervention.

Kennst Du selbst so starke Emotionen und wie gehst Du damit um?

Oder kennst Du Betroffene? – Wie gehst Du damit um?

 

Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang.

Mahatma Gandhi

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